Ladeparks richtig auslegen und mit erneuerbarer Energie versorgen 

Der Markt für Elektrofahrzeuge wächst so rasant wie der für Ladestationen und die dazugehörige Infrastruktur aus Verkabelung, Lastmanagement und Abrechnung. Die Herausforderung liegt einerseits darin, die bekannten und neuen Lösungen zu vergleichen und richtig auszulegen. Anderseits beschränken sich viele Systeme auf die reine Ladesteuerung – höchste Zeit, auch die lokale, grüne Stromerzeugung und die Energieverteilung innerhalb der gesamten Immobilie einzubeziehen.


Die passende Infrastruktur

Die Stromversorgung und die Kommunikation zur Ladestationen können sternförmig oder per Flachband erfolgen. Bei der Variante Sternförmig kann je nach verfügbarer Leistung im Objekt eine höhere Leistung an allen Ladepunkten garantiert werden. Bei der Variante Flachband werden mehrere Ladestationen auf einem Kabel installiert. Dies führt zu weniger Aufwand bei der Erstinstallation, jedoch schränkt dies die Maximal-Leistung pro Ladestation bei mehreren Ladestationen ein. Analysen zeigen, dass der viel geäusserte Kostenvorteil von Flachband-Systemen mit geschlossenen Systemen nicht gerechtfertigt ist, sondern in Summe bis zu 20% höher ausfallen kann. Nichtsdestotrotz ist die Flachband-Variante bei Installateuren und Elektroplanern verbreitet und beliebt. Es ist aber Vorsicht geboten, denn viele Flachband-Systeme sind auf teure herstellergebundene Lösungen angewiesen und somit sind zukünftig keine anderen Ladestationsmarken integrierbar. Hier ist der ecoChargingCoach klar im Vorteil, denn das Lademanagement ist offen für beide Installationsvarianten und bleibt gleichzeitig technologie- und herstelleroffen.


Lastmanagement und Wirtschaftlichkeit

Zwei grosse Hebel haben das Potential, die Wirtschaftlichkeit des Lastmanagements zu erhöhen:

  • Eine möglichst intelligente Energieverteilung macht die kostspielige Vergrösserung der Hausanschlussleistung unnötig. Das Balkendiagramm verdeutlicht die erwarteten Investitions- und Betriebskosten (Y-Achse) über einen Zeitraum von zehn Jahren ohne Lademanagement (rot) und mit Lademanagement (blau) auf eine bestimmte Anzahl Ladestationen (X-Achse). Dabei wird deutlich, dass sich ein Lademanagementsystem der ecocoach AG bereits ab zwei Stationen und einem Investitionszeitraum von zehn Jahren unter reellen Bedingungen lohnen kann.


  • Die Wahl der Ladestationen ist nicht nur ausschlaggebend für die Investitionskosten zu Beginn, sondern auch für kommende Erweiterungen. Kleine und grosse Ladeparks werden in der Regel erst mit dem steigenden Bedarf mit Ladestationen ausgerüstet. Dabei kann je nach Wahl der Ladestation eine Investitionsdifferenz im vierstelligen Bereich pro Ladepunkt vorliegen, die sich mit dem weiteren Ausbau multipliziert. Besonders zu beachten: Einige der preiswerten Modelle verfügen über bessere oder für das jeweilige Einsatzgebiet besser geeignete Funktionalitäten. Hier lohnt sich in jedem Fall eine klare Gegenüberstellung von Preis und Leistung der Hersteller und Modelle unter Berücksichtigung der Installations- und Inbetriebnahmekosten. Eine entsprechende Wahlfreiheit auf dem Markt der Ladestationen ist nur beim Einsatz technologieoffener Lastmanagementsysteme wie dem ecoChargingCoach möglich.

 

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Die Abrechnungs­möglichkeiten für den ecoChargingCoach

Ein Lastmanagement bezieht sich grundsätzlich nur auf die Leistungssteuerung von Ladestationen. Dennoch werden in der Regel auch Lösungen für die Abrechnung der Ladevorgänge benötigt. Hier ergeben sich ebenfalls unterschiedliche Möglichkeiten, die bei einer klugen Kombination die Kosten des gesamten Systems weiter optimieren können.

 

OCPP-Kommunikation – öffentliches und halböffentliches Laden

OCPP (Open Charge Point Protocol) ist ein offener Kommunikationsstandard, der von der Open Charge Alliance veröffentlicht wird. OCPP regelt die Kommunikation zwischen einer Ladestation und einem Backendsystem zu öffentlichen Abrechnungszwecken. Diese Abrechnungsmethode ist entsprechend relevant für öffentliche und bei Bedarf halböffentliche Ladestationen, bei denen auch Gast-Nutzer laden. Dazu wählen die Ladestations-Betreiber einen passenden Anbieter für OCCP-basierte Abrechnungslösungen. Parallel und unabhängig davon übernimmt ein Lastmanagementsystem wie der ecoChargingCoach die Leistungssteuerung über das Kommunikationsprotokoll der Ladestation.



Abrechnung über Submetering – privates Laden

Für private Betreiber und Verwaltungen, Eigentumsgemeinschaften etc. kann ecocoach die Verbrauchsdaten alternativ direkt erfassen und je nach Anwendung zur Abrechnung bereitstellen. Dazu gibt es zwei Wege: Die Verbrauchsdaten kommen direkt aus den Ladestationen mit integriertem Zähler oder die Daten werden über die vorhandenen fest zugeteilten Submetering-Energiestromzähler je Mieter oder Parkplatz-Eigner eingelesen. Der ecoChargingCoach erfasst und exportiert dann die Daten über das ecoOneClick (ecocoach Energiedatenerfassung und Kostenstellen-Management) zu Abrechnungszwecken. In der Schweiz greifen dazu bereits einige Abrechnungs-Dienstleister direkt auf die ecocoach-Plattform zu und erfassen die Ladevorgänge für Nebenkostenabrechnungen oder auch ZEV-Projekte (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch. Für den deutschen und österreichischen Markt sind entsprechende digitale Abrechnungskonzepte ebenfalls in der Entwicklung. Unabhängig von der digitalen Verbrauchserfassung ist aber auch die klassische Ablesung und Abrechnung durch die Verwaltung möglich. Der Vorteil des Submeterings: Die Betreiber können kostengünstigere Ladestationen ohne OCPP-Schnittstelle bzw. integrierten MID-Zähler installieren.


Abrechnung über Energiestromzählers des Netzbetreibers

Die kostengünstigste Alternative ist die Energiemessung über den Energiestromzähler des Netzbetreibers. Dadurch kann auf eine Ladestation ohne integrierten Zähler und auf einen Submetering-Zähler in der Elektroverteilung verzichtet werden. Dies ermöglicht ebenfalls die Beschaffung von kostengünstigen Ladestationen.


Vom einfachen Lademanagement zum Gesamt-Energiemanagement?

Zusätzlich zur Elektromobilität stellt die Energiewende den Gebäudesektor vor weitere Fragen, die über das reine Lastmanagement hinausgehen. Zukunftsgerichtete Immobilienbesitzer und -Betreiber suchen daher nach Lösungen, die nicht nur auf die Ladeinfrastruktur fokussieren, sondern optional auch das gesamte Energiemanagement im Gebäude übernehmen. Es geht dabei um ganzheitliche Systeme, die sämtliche Energie- und Gebäudetechnik intelligent abstimmen, die Effizienz erhöhen und Energie- sowie Investitionskosten einsparen. Diese Anforderung erfüllen reine Lademanagement-Systeme nicht. Stattdessen kommen übergreifende Energiemanagementsysteme wie der ecoEnergyCoach zum Einsatz. Dieser misst und steuert Energieerzeuger sowie Energieverbraucher in Gebäuden rund um die Uhr. In Echtzeit und unter Berücksichtigung definierter Abhängigkeiten und Algorithmen senkt das System damit den Energieverbrauch sowie Energiekosten. Seine leistungsfähige Recheneinheit misst und regelt sämtliche angeschlossenen Komponenten, wie z. B. Ladestationen, Batteriespeicher, Photovoltaikanlage, Blockheizkraftwerk, Wärmepumpe, Boiler und weitere Standardverbraucher.


Einfach einsteigen, modular erweitern

Ein durchgehender Systemansatz erlaubt es Bauherren, Elektroplanern und Installateuren, die Installation neuer Ladetechnik von Anfang an zukunftsoffen für die Weiterentwicklung der Immobilien in Sachen Energie- und Gebäudetechnik zu gestalten. Sie bedienen auf diese Weise unterschiedliche Projektanforderungen hochindividuell, stützen sich dabei aber durchgehend auf dieselbe Plattform – die resultierenden Vorteile liegen auf der Hand. Das abgebildete ecocoach-System ermöglicht genau diesen freien Einstieg und die Kombination verschiedener Leistungen des Produktportfolios.



  • Das Monitoring: Misst Energieströme, visualisiert rohe, aggregierte sowie Vergleichsdaten und stellt Verbräuche für Strom- und Nebenkostenabrechnungen zur Verfügung.
  • Der ecoChargingCoach, das Lademanagement: Steuert Ladestationen in Abhängigkeit von verfügbarer Leistung, Energiequellen und vergebenen Prioritäten. Stellt Daten für private, halböffentliche und öffentliche Abrechnung zur Verfügung.
  • Der ecoEnergyCoach, das Energiemanagement: Steuert Batteriespeicher, Photovoltaikanlage, Wärmepumpe, Boiler, Generatoren & weitere Standardverbraucher. Integriert Komponenten der Gebäudeautomation zur ganzheitlichen Steuerung moderner Immobilien.

Das ecocoach Energie- und Lademanagement lässt sich ausgehend von den Basisprodukten modular von der einfachen Standard-Anwendung bis in komplexe Gebäudeinfrastrukturen mit zum Beispiel mehreren Elektroverteilungen und verschiedenen Absicherungen integrieren. Die Kaskadierung, also die Verkettung von mehreren Elektroverteilungen und Verbrauchern beziehungsweise Produzenten ermöglicht Regelungen über mehrere Stufen. Die Horizontale Erweiterung der Kaskadierung erlaubt auch die Verknüpfung von Quartieren über mehrere Gebäude hinweg.



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